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Ich bin Polleke – 2009
E

s scheint ein trauriger Sommer zu werden. Pollekes bester Freund Mimun verbringt die ganzen Ferien in seiner marokkanischen Heimat. Ihre Mutter streitet – obwohl frisch verheiratet – lautstark mit ihrem Walter, Pollekes neuem Stiefvater und gleichzeitig Klassenlehrer, und – was das Schlimmste ist – sie vermisst ihren Großvater, der vor kurzem gestorben ist. Polleke glaubt nicht daran, dass er im Himmel wohnt oder als Baby oder Kalb wiedergeboren wird. Aber woran soll sie glauben – und wie trauern? Ihre beste Freundin Consuelo kommt aus Mexiko und scheint sich in diesen Dingen besser auszukennen, aber die hat ja auch eine Kultur. Am Grab des Großvaters vollziehen die beiden ein indianisches Trauerritual, was bei einigen Dorfbewohnern nicht so gut ankommt. Polleke findet es anstrengend eine Kultur zu haben, aber an die Liebe glaubt sie, und dazu hat sie schließlich auch allen Grund.

Nach Guus Kuijer
Spiel: Birgit Unger, Lissie Poetter, Martin Heesch
Bühne: Johannes Rausch
Kostüme: Evelyne Fricker
Inszenierung: Sabine Wöllgens