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Gewöhnliche Versuchungen oder Ein Schmetterling im Fenster – 1978
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as Stück ist ein Experiment für Erwachsene! Auf die Verwendung einer Spielleiste wird vollständig verzichtet. Die Spieler sind mit ihren lebensgroßen Puppen immer voll sichtbar. Das Stück setzt sich mit den selbstsüchtigen Wünschen und Aggressionen der Menschen auseinander. Auf der Suche nach einem geeigneten Stoff fand der Regisseur ein Manuskript von dem in einem psychiatrischen Krankenhaus verstorbenen E. L. Pattus. Dieses Manuskript enthält szenische Anweisungen, die konkrete Situationen beschreiben, aber auch Sätze mit Zitatcharakter, die in Assoziationen ausufern. Es wird auf Worte verzichtet, um die Ausdrucksmöglichkeiten der lebensgroßen Puppen auszuschöpfen. Über den Inhalt: 3 Typen, rot, gelb und weiß bevölkern mit einem Badewandl, einer Uhr und einer Papierblume die Bühne. Die drei Puppen werden formal nur durch ihre Farben unterschieden. Ihr einziges Bezugsobjekt ist die Uhr, die sie zu gewinnen versuchen und somit ihre Sehnsüchte befriedigen wollen. In diesen Kämpfen und Werbungen werden sehr menschliche Verhaltensweisen erahnbar. Auf die persönlichen Reflexionen des Publikums zu den dargestellten Situationen wird besonders Wert gelegt.

Weiße Puppe: Johannes Rausch
Rote Puppe: Herbert Kisser
Gelbe Puppe: Conny Böhm
Uhr: Doris Rausch
Regie: Leopold Huber
Regieassistenz: Erwin Kisser
Technik: Walter Böhm